Lohnt sich ein Speicher für mein Balkonkraftwerk?

Batteriespeicher werden oft pauschal empfohlen. Dabei entscheidet dein Tagesprofil, ob sich der Aufpreis tatsächlich rechnet.

Die einfache Speicher-Formel

Speicher-Amortisation =

Mehrkosten / Mehrertrag pro Jahr

Ein 1 kWh-Speicher kostet ca. 550 extra und hebt die Eigenverbrauchsquote um ca. 25 %-Punkte. Bei 10 Jahren Batterie-Lebensdauer muss er sich in weniger als 8 Jahren amortisieren, damit noch ein Netto-Gewinn übrig bleibt.

Wann lohnt sich ein Speicher?

✓ Oft sinnvoll
  • Bürojob + großes BKW (~800W)
  • Teurer Strompreis (> 35 Ct/kWh)
  • Hoher Jahresverbrauch (> 3.000 kWh)
  • Schichtprofil mit tagsüberlücken
✗ Selten sinnvoll
  • Rentner / Homeoffice (Eigenverbrauch bereits hoch)
  • Kleines BKW (400W) — zu wenig Überschuss
  • Günstiger Strompreis (< 25 Ct/kWh)
  • Nord- oder Schattenlage (wenig Ertrag)

Warum es oft nicht reicht

Ein typisches Bürojob-Profil mit 800W-BKW erzeugt ca. 700 kWh/Jahr. Ohne Speicher werden davon nur ~190 kWh (27%) selbst genutzt — die restlichen 510 kWh fließen für 7,94 Ct/kWh ins Netz. Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch auf ~52% (360 kWh), die Mehrersparnis beträgt aber nur ca. 40–50 €/Jahr. Bei 550 € Speicher-Aufpreis sind das 11–14 Jahre Amortisation — länger als die Lebensdauer der Batterie.

Lass den Rechner entscheiden

Aktiviere im Hauptrechner den Speicher-Toggle und Tab 3. Dort siehst du isoliert, ob der Speicher für dein Profil Sinn macht.

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